Über unsere Kirche: Geschichte, Gebäude und mehr
Entdecke die Vielfalt unserer Kirche
Im Jahr 1905 kamen viele Diakonissen der Hamburger Schwesternschaft Bethesda nach Rotenburg und gründeten das Rotenburger Diakonissen-Mutterhaus. Noch im selben Jahr begann der Bau des eigentlichen Mutterhauses.
Zu dieser Zeit gab es bereits eine starke Diakonie in Rotenburg. Im damaligen „Asyl“ wohnten schon über 300 Menschen mit Behinderung. Aus diesem Engagement sind die später so genannten Rotenburger Werke entstanden.
Für die Schwestern und die Bewohnerinnen und Bewohner des Asyls wurde dann die Kirche gebaut. Der Grundstein wurde am 19. November 1910 gelegt. Nur anderthalb Jahre später, am 2. Sonntag nach Ostern des Jahres 1912, wurde das Kirchweihfest gefeiert. Ihren Namen bekam die Kirche nach dem Evangelium dieses Sonntags, in dem Jesus Christus sagt: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“ (Johannes 10, 27f).
Über die Jahrzehnte hat sich der Innenraum der Kirche deutlich verändert. Der Rotenburger Kirchenmaler Rudolf Schäfer (1878 – 1961) erhielt einst den Auftrag, den Altarbereich mit reichhaltigen Wandmalereien zu illustrieren. Diese zur Meditation anregenden Darstellungen reichten bis zum Tonnengewölbe hinauf. Davon ist nach Renovierungsarbeiten in den 1960er Jahren nur noch wenig erhalten geblieben. Lediglich das Altarbild – ein Triptychon, das die Geburt Jesu, die fünf klugen Jungfrauen sowie die Emmaus-Jünger darstellt – das Kruzifix und das Fenster an der Südseite der Kirche stammen noch aus Schäfers Pinselstrich. Ansonsten strahlen helle Wände und die 2014 neu angeschafften Stühle eine schlichte, eher modern anmutende, warme Atmosphäre aus.
Der Wandteppich mit der Darstellung des „Guten Hirten“, der eins wird mit seiner Umgebung und sich doch gleichzeitig von ihr abhebt, wurde im Jahr 2002 von dem Oberndorfer Künstler Raimund Adametz für unsere Kirche entworfen und gewebt.
Umgeben ist unsere Kirche vom Friedhof des Diakonissen-Mutterhauses und der Rotenburger Werke der Inneren Mission. An der Nordseite befindet sich ein Mahnmal, das an jene 549 Bewohnerinnen und Bewohner erinnert, die der Vernichtung sogenannten „lebensunwerten“ Lebens in den Jahren 1933 bis 1945 zum Opfer fielen.
Symbole mit Sinn: Die Bedeutung unseres Logos
Im Logo unserer Gemeinde verbinden sich ein Hirtenstab, ein Herz und ein Kreuz zu einer einheitlichen, kraftvollen Botschaft.
Der Hirtenstab steht für Jesus, der uns Menschen wie ein guter Hirte auf allen Lebenswegen begleitet und führt.
Das Herz symbolisiert die Liebe Gottes. Diese Liebe gilt allen Menschen bedingungslos und verleiht jeder und jedem Einzelnen eine einzigartige Würde.
Das Kreuz steht dafür, dass Jesus sogar stärker als der Tod ist. Es verbindet uns Christinnen und Christen überall auf der Welt.